VEM-Freiwillige   2017/2018   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009 

Annika  |  Chantal  |  Charlotte  |  Feli  |  Franzi  |  Fritz  |  Hanna  |  Laura H  |  Laura M  |  Lena  |

Lina  |  Maida  |  Mareike  |  Matthis  |  Merlit  |  Miri  |  Paul  |  Pauly  |  Rebekka  |  Renke  |  Tabea  |

Menu:

Archiv

Blog durchsuchen:

Blogeintrag 4

Autor: Chanti | Datum: 02 Januar 2018, 17:32 | 0 Kommentare

 

Hallo liebe Leser und Leserinnen,

ich hoffe ihr seid gut in das neue Jahr rein gekommen und hattet sehr schöne Feiertage. In diesem Blogeintrag, geht es darum wie ich in Ruanda Geburtstag, Weihnachten und Silvester gefeiert habe.

Anfang Dezember war ich für eine Woche bei Ida und Katharina in Musanze (im Norden von Ruanda). Wir haben viel zusammen gemacht und auch Musanze ist eine wunderschöne Vulkan Stadt. Die Vulkane die man von Musanze aus sieht sind nicht mehr aktiv aber trotzdem wunderschön.

Für eine Nacht waren wir in Gisenyi, dies ist eine touristische Stadt, die direkt am Kivu Lake und an der Grenze zum Kongo liegt. Von Gisenyi aus kann man sogar einen aktiven Vulkan sehen, der im Kongo steht. In der Nacht, war es dann über den Vulkan am Himmel orange, was mich sehr fasziniert hat. Die Woche ging schnell um und war sehr schön. Oft saßen wir abends im Migano. Das Migano ist ein gemütliches Internet Cafe, wo man super entspannen und den Tag ausklingen lassen kann.

Als ich dann nach 5 Stunden Busfahrt in Rubengera angekommen bin, musste ich auch schon alles für meinen Geburtstag vorbereiten. Laura, Feli und Neele haben mir zum Glück beim Kuchen backen geholfen. Wir 4 und meine Gastschwester Fabiola haben auch etwas rein gefeiert. Der Sekt und Wein durfte nicht fehlen, da es für uns eine Besonderheit ist mal Alkohol zu trinken. Es wird hier einfach nicht so gerne gesehen und erst recht nicht in der Öffentlichkeit gezeigt. Vor allem nicht, wenn man christlich ist. An meinem Geburtstag gab es morgens leider einen Zwischenfall, sodass Feli und Neele nach Kigali ins Krankenhaus fahren mussten. Laura blieb bei mir und hat mich etwas beruhigt, wir waren beide sehr geschockt aber es musste schließlich weiter gehen, da ich nachmittags Gäste eingeladen habe. Es kamen zum Tee, Cafe und Kuchen ein paar Lehrer von der Schule,  meine Gastgeschwister, Joni und Tim. Der Nachmittag war dann zum Glück doch noch sehr schön.

Am 24. Dezember bin ich abends zu Tim gegangen und wir haben dann zusammen mit der Schwesternschaft Heiligabend gefeiert. Erst gab es sehr leckeres Essen, dann einen Gottesdienst und danach haben die Schwestern untereinander gewichtelt. Tim und ich gingen dabei leider leer aus aber das machte nichts. Es wurde viel und laut gesungen, getanzt und gelacht. Auch die Dekoration war sehr schön und man hat wirklich gemerkt, dass die Schwestern sich viel Mühe gegeben haben.

Am 25. Dezember bin ich morgens mit meiner Gastschwester zur Kirche gegangen. Der Gottesdienst dauerte ungefähr 4 Stunden. Ich war danach sehr müde, weil ich nachts nicht gut geschlafen habe. Also habe ich mich direkt nach der Kirche wieder aufs Ohr gehauen. Als meine Gastmutter dann zurück kam (sie war in einem anderen Gottesdienst) wurde dann auch schon wieder gegessen. Nach dem Essen habe ich mich noch sehr lange mit meinem Gastbruder unterhalten und wir sind noch spazieren gegangen. Dies Weihnachten war sehr anderes und warm aber auch mal schön mit zu erleben.

Nach den Feiertagen habe ich für 4 Tage Rose Marie (eine Pastorin von EPR) in Huye (Süden von Ruanda) besucht. Sie hat 2 Töchter in meinem Alter und ihre Familie ist sehr herzlich und gastfreundlich. Wir sind viel rumgelaufen und mir wurde die Stadt gezeigt.

Am 30. Dezember bin ich dann erst abends in Rubengera angekommen, weil ich sehr lange auf den Bus warten musste. Leider war alles etwas stressig. Ich musste nämlich am 31. schon wieder mit dem Bus nach Kamoni fahren, da meine Gastfamilie dort  Silvester gefeiert hat. Zum Glück konnte Laura auch kommen, sodass wir alle zusammen in das neue Jahr starten konnten. Natürlich wurde wieder viel gekocht und erst um halb 11abends gab es dann Essen. Wir haben mit Tee und einer Art Buttermilch angestoßen und die letzten Sekunden runter gezählt. Ein Feuerwerk gab es nicht, doch das war nicht so schlimm, da vor allem meine Gastgeschwister sehr lustig sind und wir auch so viel Spaß gehabt haben.

Am 1. Januar  waren sehr viele Gäste eingeladen und für mich war es die Zeit wieder nach Rubengera zu fahren, da ich hier noch einiges machen muss sowie waschen, putzen usw. Ich fahre nämlich am 4. schon wieder nach Feli und wir besuchen zusammen Zwei andere Freiwillige.

So war mein Weihnachten und Silvester, sehr anderes aber anderes heißt ja nicht  immer schlecht. Ich bin froh, dass mal erlebt zu haben, wie so etwas in Ruanda gefeiert wird.

Der Monat Januar wird für mich auch sehr aufregend da in 2 Wochen meine Eltern mich besuchen kommen. Ich freue mich schon riesig!! Bis dahin muss ich noch ein bisschen erledigen. Ihr werdet von mir hören.

Bis dann eure Chantal  Smile

 

 

 

 

Blogeintrag 3

Autor: Chanti | Datum: 29 November 2017, 13:03 | 0 Kommentare

 

Hallo ihr lieben Leser und Leserinnen,

nach sehr langer Zeit melde ich mich auch mal wieder bei euch. Es tut mir Leid, dass ich mich jetzt erst wieder melde aber ich musste meinen ersten Rundbrief für meinen Unterstützerkreis verfassen, was sehr viel Zeit beansprucht hat. Nun ist es schon Advent, wovon ich in Ruanda (bei 24 Grad) leider nicht so viel mit bekomme. Hier wird gar kein Advent gefeiert oder Nikolaus usw. Am 25. Dezember wird Weihnachten gefeiert. Man geht also nachmittags zur Kirche und danach wird zusammen gegessen, wenn man möchte kann man auch jemanden was schenken aber das ist eigentlich ehr unüblich. Es ist also ziemlich schlicht und es wird keine große Sache draus gemacht. Für viele klingt das bestimmt total entspannt und gut. Ich finde es sehr schade, weil ich total der Dezember und weihnachts Fan bin. Um ehrlich zu sein, fehlt mir diese schöne Zeit total. Doch die Deutsche Botschaft in Kigali gibt sich Mühe uns wenigstens ein bisschen das weihnachts Gefühl nähr zu bringen. An dem 18. November hat in Kigali ein Weihnachtsmarkt stattgefunden, wo sogar Waffeln und Glühwein verkauft wurde. Auch Tim und Joni, die zwei mit freiwilligen in Rubengera, hatten von ihrer Schule aus einen Stand, wo selbst gemachte Weihnachtsdeko aus Holz verkauft wurde. Sonst wurden dort auch sehr viele Einheimische Sachen verkauft, die nichts mit Weihnachten zu tun hatten. Einen Tag vor dem Weihnachtsmarkt, hat die Botschaft für uns deutsche Freiwilligen eine Feier organisiert. Um uns zu danken, für das was wir tun und auch das wir Freiwilligen uns noch besser kennen lernen konnten. Dies war ein schöner Abend.

Die Familie Mans ist bis Januar zurück nach Deutschland geflogen, da sie Nachwuchs bekommen haben. Seid einer Woche sind hier auch Ferien die bis Ende Januar gehen, daher habe ich momentan viel Zeit. Ich gebe aber manchen Leuten Gitarren Unterricht und singe jetzt seid neustem auch im Chor mit, was sehr schön ist. Zwar werden die Lieder in Kinyarwanda gesungen aber ich gebe mein bestes um mit zu halten. Am 30. November hat Feline Geburtstag, daher werde ich heute für ein paar Tage zu ihr fahren, um ihren Geburtstag zu feiern. Anfang Dezember besuche ich Ida und Katharina in Musanze. Ida und Katharina sind auch deutsche Freiwillige von der Organisation „Volunta“. Ich werde bei den beiden eine Woche verbringen, da Musanze 5 Stunden mit dem Bus von Rubengera entfernt ist, dann muss sich das natürlich lohnen. Musanze liegt im Norden Ruandas.

Momentan suche ich mir viel Ablenkung und besuche viele Leute, da es mir gut tut. Ich leide nämlich noch immer unter sehr starkem Heimweh und habe dann auch oft keine Motivation, was zu machen und raus zu gehen, da ich mich auf der Straße auch nicht wohl fühle. Ich glaube ich brauche einfach viel länger als andere um mich richtig einzuleben, was ich akzeptieren muss. Was gut ist, ist dass ich mir nicht mehr zu große Ziele setze und ich selber begriffen habe, dass ich Schritt für Schritt besser voran komme. Mein Ziel ist es jetzt erstmal bis zum zwischen Seminar (was Mitte Februar ist) zu bleiben, stark zu sein und nicht auf zu geben, sondern zu Kämpfen, mich meinem inneren Schweinehund zu stellen und den Mut nicht zu verlieren und das alles step by step zu schaffen. Ich glaube ich bin auf einem guten Weg und hoffe natürlich das Beste.  

Was mich sehr aufmuntert ist, dass meine Eltern im Januar mich für 2 Wochen besuchen. Ich freue mich schon riesig und glaube, dass es eine sehr tolle, spannende und schöne Zeit wird. Meine Eltern waren beide noch nicht außerhalb von Europa und sind auch noch nie geflogen. Es ist also auch für die beiden ein sehr großes Abendteuer und ich bin gespannt, wie sie es hier finden und wie sie mit der Kultur, dem Klima etc. klar kommen. Mein Freund, meine Eltern und meine beste Freundin schicken mir auch ein Packet, mit ein paar Kleinigkeiten zu Weihnachten und zum Geburtstag, der kurz vor Weihnachten ist. Es ist schön Menschen zu haben, die einen immer wieder Mut machen, zum Lächeln bringen und hinter dir stehen, dass  ist so wertvoll und kostbar.

Das war es jetzt erstmal wieder, ihr hört von mir. Ich wünsche euch eine tolle Weihnachtszeit, lasst euch nicht zu sehr stressen und genießt lieber die Zeit mit euren liebsten.

Liebe Grüße aus dem warmen Ruanda!

Eure Chantal Smile

 

 

 

 

Blogeintrag 2

Autor: Chanti | Datum: 09 Oktober 2017, 19:23 | 0 Kommentare

Blogeintrag 2                                                                                   9.10.17

Moin Moin ihr lieben,

nun ist es schon Oktober und meine 7 Woche hier beginnt gerade. Seid meinem letzten Blogeintrag ist schon wieder viel passiert. Ich fang mal von vorne an.

Als ich aus Kigali wieder in Rubengera war, habe ich die deutsche Familie Manz und Tim (ein deutscher Freiwilliger) kennen gelernt. Es ist einfach super, dass sie auch in Rubengera leben, da man sich gut austauschen kann. Wir verbringen viele tolle Abende zusammen mit leckerem Essen, eine Andacht und danach Gesellschaftspiele. Vor  zwei Wochen kam dann Jonathan dazu. Er ist auch ein Freiwilliger aus Deutschland und lebt zusammen mit Tim, in einem Haus, auf dem Gelände der Schwesternschaft. Die Familie Manz lebt ebenfalls in einem sehr schönen Haus auf dem Geländer der Schwesternschaft. Das Gelände ist sehr groß, dort gibt es eine Bäckerei, eigene Landwirtschaft und eine Schneiderei, wo gerade mein erstes ruandisches Kleid geschneidert wird.

Das Gelände ist nicht weit von meinem Haus entfernt. Mein kleines Haus steht direkt hinter dem Haus von Albertine. Vor einer Woche bin ich auch eingezogen und habe es mir schon sehr gemütlich gemacht. Jetzt muss ich alleine einkaufen, das Haus sauber machen, Essen kochen usw. Es ist also schluss mit Hotel Mama. Damit komme ich aber ganz gut klar, da ich zum Glück meine Wäsche in einer Waschmaschine bei der Familie Manz waschen kann. Ich hätte es sonst mit der Hand waschen müssen, was natürlich auch geht, aber es ist sehr anstrengend und zeitaufwändig. Außerdem werde ich noch oft von Albertine oder der Familie Manz zum Essen eingeladen.

Am 24.9.2017 war in Kigali eine Wahlparty für die deutschen Staatsbürger/innen, die momentan in Ruanda sind. Das war ein sehr schöner Abend, da man dort noch viele andere Freiwillige aus Deutschland in Ruanda kennen lernen konnte. Ich hätte nicht gedacht, dass es in dem kleinen Land Ruanda so viele weitere deutsche Freiwillige gibt. Es waren schätzungsweise 30 weitere Freiwillige auf der Wahlparty. Der Abend war toll mit einem super schönem Austausch bei typisch deutschem Essen (Kartoffelsalat, Leberkäse, Spanferkel, Bretzel und Bier). Auch wenn nach meiner Meinung, das Ergebnis der Wahlen nicht gut war, hat uns das nicht die Stimmung versaut.  

Zudem war es eine schöne Ablenkung, weil mein Onkel eine Woche vor der Wahlparty plötzlich an einem Herzinfarkt gestorben ist. Daraufhin bin ich direkt nach Feline und Laura gefahren, weil es mir sehr schlecht ging und ich das erstmal verarbeiten musste. An dieser Stelle möchte ich den beiden danken und vor allem auch meiner Gastfamilie und meiner Familie und Freunde in Deutschland, da sie sich so gut um mich gekümmert und mich wieder auf gebaut haben.

Als ich wieder in Rubengera war durfte ich eine andere Schule besuchen. Die Schule heißt Etoile School und ist eine Privat Schule mit einer nursery school und primary school. Morgens arbeite ich mit den nursery Schülern/innen zusammen die 3 bis 6 Jahre alt sind. Was sehr erstaunlich ist, da sie schon Englisch, Mathe sowie lesen und schreiben lernen. Natürlich alles auf einer spielerischen Art und Weise aber ich weis, dass ich mit 6 Jahren noch kein bisschen Englisch sprechen konnte. Nach dem Frühstück um halb 11 unterrichte ich dann mit teacher Theogene die Primary Schüler/innen der P1A. Dort sind die meisten 7 bis 8 Jahre alt und der komplette Unterricht findet auf Englisch statt. Was für mich einerseits sehr überraschend ist, das die meisten so gut mit kommen und andererseits sehr viel Spaß macht. Mir gefällt es sehr gut an der Schule, da sich vor allem auch die Lehrer sehr bemühen untereinander englisch zu sprechen, damit ich es verstehen kann. Ich durfte sogar schon mit auf einem Volleyball Turnier von den Schülerinnen der P5. Es war sehr schön, da sie sich gefreut haben, dass ich mit gekommen bin und wir gewonnen haben. Die Schule gefällt mir sehr gut, ich verstehe mich sehr gut mit der Lehrerschaft und vor allem auch mit den Schülern/innen. Höchst wahrscheinlich wird das mein Projekt sein und ich werde in der Schule bleiben, weil ich es dort sehr mag.

Zudem war am Donnerstag Teacher´s Day und somit war in ganz Ruanda für die Schüler/innen keine Schule, weil der Teacher´s Day gefeiert wurde. Ich war auch eingeladen zur Feier, was für mich eine Ehre war da ich hier als vollwertige Lehrerin wahrgenommen werde. Der Tag fing mit einem Fußball Turnier an, wo aber nur die Lehrer mit gespielt haben. Danach gab es dann erst mal ewig lange Reden und nachdem dann 4 Stunden die Reden gehalten wurden, haben wir zusammen Fisch mit Pommes gegessen.  

Am Wochenende hat mich Feline in Rubengera besucht. Ich konnte ihr mein kleines Häuschen zeigen und wir haben viele tolle Sachen zusammen erlebt. Wir haben uns zum Beispiel mit Tim und Jonathan zum Kochen getroffen, sind Samstag mit meinem Gastbruder Ibishaka nach Kibuye zum Lake Kivu (ein großer See in der Nähe) gefahren und am Sonntag sind wir zur Familie Manz gelaufen. Dort haben wir zusammen einen deutschen Gottesdienst veranstaltet und danach Schnitzel mit Spätzle und Pommes gegessen.

Das war es erstmal soweit von mir, danke fürs lesen und bis bald.

Eure Chantal

 

 

 

Blogeintrag 1

Autor: Chanti | Datum: 13 September 2017, 19:52 | 0 Kommentare

                                                                                                                                                                              13.09.2017

 

Mwiriwe (Hallo) ihr lieben,

Nun sind schon über 2 Wochen vergangen und ich schaffe es endlich, euch ein bisschen von meinen ersten Eindrücken zu berichten.

Es fing alles an am 26.8.17 am Düsseldorfer Flughafen. Feline, Laura, Renke und ich sind die vier Freiwilligen, die sich für ein Auslands Jahr in Ruanda (das Land der tausend Hügel) entschieden haben. Jeder von uns hatte sehr gemischte Gefühle einerseits ist es um 4 Uhr morgens Müdigkeit, aber auch Aufregung, Nervosität, Vorfreude und zum größten Teil (zu mindestens bei mir) der Abschiedsschmerz.

Nachdem dann die letzten Tränen geflossen sind, mussten wir unser Handgepäck checken lassen und ab zum Gate. Doch so schnell ging das leider nicht. Ich und Feline staden sehr lange an, sodass wir erst 5 Minuten vor dem Abflug, nach Amsterdam, beim Gate waren. Die Frau am Gate, sagte dann zu uns,  dass sie uns schon ausgecheckt hat und unser Gepäck schon aus dem Flieger geräumt wurde. Unser Herz blieb für ein kurzen Moment stehen, wir konnten schließlich nichts dafür, dass es beim Handgepäck durch checken nicht voran ging. Zum Glück wurden wir dann doch noch durch gewunken und das mit dem Gepäck verlief auch alles reibungslos ab. Von Amsterdam ging es dann nach Kigali (die Hauptstadt von Ruanda),  wo alles gut verlief.

In Kigali angekommen, haben wir unser Visum für erstmal 3 Wochen bekommen und wurden dann sehr herzlich empfangen. Albertine und ihre Familie haben mich vom Flughafen abgeholt, sie sind so zu sagen meine Gastfamilie.

Vom Flughafen ging es direkt nach Rubengera. Ich war sehr müde. Es war aber alles so neu und Aufregend, dass ich nicht schlafen konnte. In Rubengera angekommen   (es war halb 1 Nachts), gab es dann bei Albertine erst mal warmes Essen. Ich konnte leider kaum was essen, weil mir noch von der Autofahrt etwas schlecht war. Einerseits waren es zum Teil die Straßenverhältnisse und die kurvigen strecken. Anderseits die Müdigkeit und die Tatsache das ich eigentlich nicht nachts warm esse.

Die erste Woche habe ich allerdings im Gast Haus verbracht. Dort habe ich mich nicht wohl gefühlt, da es sehr dreckig war und ich mich dort sehr einsam gefühlt habe. Zum Glück kam aber bald schon eine Delegation aus Deutschland, die aus vier sehr netten Frauen bestand. Ich habe mich sehr gut mit ihnen verstanden und bin auch oft mit der Delegation mit gegangen, was mir sehr gut gefallen hat. Ein paar Tage später bekam ich auf einmal einen Anruf von Laura mit der tollen Nachricht, dass sie auch 5 Tage in Rubengera ist, was mich neben meinem Heimweh sehr aufgemuntert hat.

Von Laura habe ich dann erfahren, dass noch ein weiterer Freiwilliger aus Deutschland in Rubengera ist, sowie eine deutsche Familie. Das waren super Neuigkeiten.

Die nächste Woche habe ich dann fast komplett bei Feline in Shyogwe verbracht, da Feline , Laura und Renke und ich in Kigali unser Visum für ein Jahr beantragen mussten. Die Zeit in Kigali und Shyogwe war sehr schön. Wir freiwilligen konnten uns sehr gut austauschen und haben ein bisschen was von Kigali gesehen. Das beantragen von dem Visum hat auch sehr gut geklappt, sodass wir die Zeit gut für uns nutzen konnten. Kigali ist die Hauptstadt von Ruanda und daher auch sehr Modern. In Kigali kann man alles bekommen und wo wir dann das erste Mal wieder im Supermarkt staden, haben wir uns gefreut wie kleine Kinder, weil es da wirklich alles gab. Das kann man aus den Orten wo wir leben nicht behaupten.

In Ruanda fährt man viel mit einem Motorrad Taxi, um von A nach B zu kommen, vor allem in Kigali. Obwohl ich gerne auf einem Motorrad mit fahre, hab ich hier dann doch immer großen Respekt und auch manchmal ein bisschen Angst, weil man die Fahrer nicht kennt, sie dich nicht immer verstehen und man ja selber den Weg nicht weiß. Doch es hat alles immer gut geklappt und die Menschen hier in Ruanda sind sehr hilfsbereit und freundlich.

Am Samstagabend war ich dann wieder in Rubengera. Da sich so tolle Menschen  um mich kümmern, lebe ich jetzt bei Albertine im Haus, bis das Haus für mich fertig ist. Das Haus was für mich gebaut wird steht direkt hinter dem Haus von Albertine. Ich fühle mich bei ihrer Familie sehr wohl und bin sehr glücklich hier zu wohnen.  Trotzdem bin ich auch froh bald meine eigenen vier Wände zu haben. Es ist zwar super immer bekocht zu werden aber ich freue mich auch schon sehr, bald alleine zu kochen und zu entscheiden wann ich was essen will. Es ist für mich nämlich noch etwas ungewohnt abends um halb neun zu essen und dann nicht wie man das gewohnt ist mit Brot, sondern mit viel Reis, Kartoffeln, Bohnen, casava Brot (was sehr lecker ist), fleisch usw. Natürlich gibt es das nicht überall.

Am Montag hat dann auch mein Projekt angefangen in dem ich arbeite. Momentan arbeite ich in der nursery school, was so zu sagen eine Vorschule / Kindergarten ist. In der Klasse wo ich mit einer anderen Lehrerin unterrichte, sind Schüler und Schülerinnen im Alter von 5 bis 6 Jahren. Die Schule ist eine public school und wird auch von der Kirche unterstützt. Ich gebe dort englisch Unterricht, was aber sehr schwer ist, weil die Kinder mich nicht verstehen. Ich bin dann immer ganz froh, dass die andere Lehrerin mich übersetzt, soweit sie mich versteht. Oft sind die Schüler auch von mir abgelenkt, da sie mich die ganze Zeit anstarren. Es ist für die Schüler noch was ganz besonders eine Umuzungu (weiße) zu sehen und vor allem an zu fassen, was für mich ehr unangenehm ist. Hoffentlich lindert sich das mit der Zeit und ich bin nicht mehr so eine Attraktion. Ich werde aber nicht das ganze Jahr da bleiben, da ich in den verschiedenen Klassen und Schulen mal reinschnuppern soll, um verschiedene Einblicke zu bekommen. Ich finde das sehr gut, da ich so viele Eindrücke bekomme und im Endeffekt entscheiden kann wo es mir am besten gefällt.

Das war es erstmal von mir. Ich freue mich sehr, dass ihr euch für mein Auslandsjahr interessiert und ich euch darüber berichten kann.

Bis bald!Smile

Eure Chantal

 

 

 

«zurück   1 2