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Blogeintrag 2

Autor: Chanti | Datum: 09 Oktober 2017, 19:23 | 0 Kommentare

Blogeintrag 2                                                                                   9.10.17

Moin Moin ihr lieben,

nun ist es schon Oktober und meine 7 Woche hier beginnt gerade. Seid meinem letzten Blogeintrag ist schon wieder viel passiert. Ich fang mal von vorne an.

Als ich aus Kigali wieder in Rubengera war, habe ich die deutsche Familie Manz und Tim (ein deutscher Freiwilliger) kennen gelernt. Es ist einfach super, dass sie auch in Rubengera leben, da man sich gut austauschen kann. Wir verbringen viele tolle Abende zusammen mit leckerem Essen, eine Andacht und danach Gesellschaftspiele. Vor  zwei Wochen kam dann Jonathan dazu. Er ist auch ein Freiwilliger aus Deutschland und lebt zusammen mit Tim, in einem Haus, auf dem Gelände der Schwesternschaft. Die Familie Manz lebt ebenfalls in einem sehr schönen Haus auf dem Geländer der Schwesternschaft. Das Gelände ist sehr groß, dort gibt es eine Bäckerei, eigene Landwirtschaft und eine Schneiderei, wo gerade mein erstes ruandisches Kleid geschneidert wird.

Das Gelände ist nicht weit von meinem Haus entfernt. Mein kleines Haus steht direkt hinter dem Haus von Albertine. Vor einer Woche bin ich auch eingezogen und habe es mir schon sehr gemütlich gemacht. Jetzt muss ich alleine einkaufen, das Haus sauber machen, Essen kochen usw. Es ist also schluss mit Hotel Mama. Damit komme ich aber ganz gut klar, da ich zum Glück meine Wäsche in einer Waschmaschine bei der Familie Manz waschen kann. Ich hätte es sonst mit der Hand waschen müssen, was natürlich auch geht, aber es ist sehr anstrengend und zeitaufwändig. Außerdem werde ich noch oft von Albertine oder der Familie Manz zum Essen eingeladen.

Am 24.9.2017 war in Kigali eine Wahlparty für die deutschen Staatsbürger/innen, die momentan in Ruanda sind. Das war ein sehr schöner Abend, da man dort noch viele andere Freiwillige aus Deutschland in Ruanda kennen lernen konnte. Ich hätte nicht gedacht, dass es in dem kleinen Land Ruanda so viele weitere deutsche Freiwillige gibt. Es waren schätzungsweise 30 weitere Freiwillige auf der Wahlparty. Der Abend war toll mit einem super schönem Austausch bei typisch deutschem Essen (Kartoffelsalat, Leberkäse, Spanferkel, Bretzel und Bier). Auch wenn nach meiner Meinung, das Ergebnis der Wahlen nicht gut war, hat uns das nicht die Stimmung versaut.  

Zudem war es eine schöne Ablenkung, weil mein Onkel eine Woche vor der Wahlparty plötzlich an einem Herzinfarkt gestorben ist. Daraufhin bin ich direkt nach Feline und Laura gefahren, weil es mir sehr schlecht ging und ich das erstmal verarbeiten musste. An dieser Stelle möchte ich den beiden danken und vor allem auch meiner Gastfamilie und meiner Familie und Freunde in Deutschland, da sie sich so gut um mich gekümmert und mich wieder auf gebaut haben.

Als ich wieder in Rubengera war durfte ich eine andere Schule besuchen. Die Schule heißt Etoile School und ist eine Privat Schule mit einer nursery school und primary school. Morgens arbeite ich mit den nursery Schülern/innen zusammen die 3 bis 6 Jahre alt sind. Was sehr erstaunlich ist, da sie schon Englisch, Mathe sowie lesen und schreiben lernen. Natürlich alles auf einer spielerischen Art und Weise aber ich weis, dass ich mit 6 Jahren noch kein bisschen Englisch sprechen konnte. Nach dem Frühstück um halb 11 unterrichte ich dann mit teacher Theogene die Primary Schüler/innen der P1A. Dort sind die meisten 7 bis 8 Jahre alt und der komplette Unterricht findet auf Englisch statt. Was für mich einerseits sehr überraschend ist, das die meisten so gut mit kommen und andererseits sehr viel Spaß macht. Mir gefällt es sehr gut an der Schule, da sich vor allem auch die Lehrer sehr bemühen untereinander englisch zu sprechen, damit ich es verstehen kann. Ich durfte sogar schon mit auf einem Volleyball Turnier von den Schülerinnen der P5. Es war sehr schön, da sie sich gefreut haben, dass ich mit gekommen bin und wir gewonnen haben. Die Schule gefällt mir sehr gut, ich verstehe mich sehr gut mit der Lehrerschaft und vor allem auch mit den Schülern/innen. Höchst wahrscheinlich wird das mein Projekt sein und ich werde in der Schule bleiben, weil ich es dort sehr mag.

Zudem war am Donnerstag Teacher´s Day und somit war in ganz Ruanda für die Schüler/innen keine Schule, weil der Teacher´s Day gefeiert wurde. Ich war auch eingeladen zur Feier, was für mich eine Ehre war da ich hier als vollwertige Lehrerin wahrgenommen werde. Der Tag fing mit einem Fußball Turnier an, wo aber nur die Lehrer mit gespielt haben. Danach gab es dann erst mal ewig lange Reden und nachdem dann 4 Stunden die Reden gehalten wurden, haben wir zusammen Fisch mit Pommes gegessen.  

Am Wochenende hat mich Feline in Rubengera besucht. Ich konnte ihr mein kleines Häuschen zeigen und wir haben viele tolle Sachen zusammen erlebt. Wir haben uns zum Beispiel mit Tim und Jonathan zum Kochen getroffen, sind Samstag mit meinem Gastbruder Ibishaka nach Kibuye zum Lake Kivu (ein großer See in der Nähe) gefahren und am Sonntag sind wir zur Familie Manz gelaufen. Dort haben wir zusammen einen deutschen Gottesdienst veranstaltet und danach Schnitzel mit Spätzle und Pommes gegessen.

Das war es erstmal soweit von mir, danke fürs lesen und bis bald.

Eure Chantal

 

 

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