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Ruanda ist ein starkes Land!

Autor: Chanti | Datum: 20 April 2018, 19:51 | 0 Kommentare

Hallo liebe Leser und Leserinnen,

es wird mal wieder Zeit mich bei euch zu melden. Anfang April waren zwei Wochen Ferien. In diesen zwei Woche war die Gedenkwoche an den Genozid. Viele Geschäfte hatten zu, die Busse sind kaum gefahren und man hat nicht viele Leute auf der Straße getroffen. Alles in allem war eine sehr gedrückte Stimmung, was aber auch nachvollziehbar ist. Für die die es nicht wissen, vor 24 Jahren hat in Ruanda ein Genozid (Völkermord) stattgefunden. Dieser Völkermord wurde von Belgiern, Franzosen aber auch teils Deutschen ausgelöst. Es gab zu dieser Zeit zwei große Völkergruppen Hutu und Tutsi in den man eingeteilt wurde. Die Körper-, Nasen- und Schuhgröße wurde gemessen und alleine durch das Aussehen und den körperlichen Eigenschaften bestimmt, ob man zu den Hutu oder Tutsis gehört. So kam es auch dazu, dass zum Beispiel die eigenen Familienmitglieder nicht zur gleichen Völkergruppe, wie man selbst, gehörte.

Der Genozid ging von Anfang April ca. 100 Tage. Die radikalen Hutus töteten, dreiviertel der 930 000 in Ruanda lebenden Tutsi. Die Tutsis wurden gejagt, vergewaltigt und getötet. Es wurde so ein großer Hass und Rassismus gegenüber den Tutsis aufgebaut, sodass viele sogar ihre Nachbarn, Freunde und selbst die eigenen Familienmitglieder töteten.

Heute ist es anderes, die Menschen in Ruanda haben wieder zueinander gefunden, sich vergeben und leben nun friedlich zusammen. Es gibt keine Völkergruppen mehr alle sind jetzt Ruandesen. Ich finde es erstaunlich, wer hier vergeben kann, kann das überall. Die Ruandische Bevölkerung ist bewundernswert, dafür das sie soviel Mut und Nächstenliebe bewiesen haben, sodass sie in Frieden zusammen leben können trotzallem was sie erlebt haben.

Viele Menschen aus Deutschland haben mich vor meiner Ausreise gefragt: „Ruanda, da willst du wirklich hin? Da war doch dieser Völkermord.“ Zu dieser Zeit wusste ich nie wirklich was ich darauf antworten soll, doch heute würde ich sagen „Hat Deutschland nicht zwei Weltkriege angefangen und was war mit dem Holocaust?“

Ich glaube keiner kann stolz auf die Geschichte seines Landes sein. Der Unterschied zwischen Ruanda und Deutschland ist nur, dass die Rundesen aus ihren Fehlern in der Vergangenheit gelernt haben. Sie haben einander verziehen und sind sehr gastfreundlich auch gegenüber Ausländern mit ihrer straken Willkommenskultur. Dies kann man von vielen Deutschen ja leider nicht behaupten, wenn man sich mal die Wahlergebnisse anschaut.

Wer sich für die Geschichte Ruandas interessiert, dem kann ich sehr den Dokumentationsfilm „Unversöhnt“  vom NDR empfehlen.

Nun ein anderes Thema am 4. April ist Mona zurück nach Deutschland geflogen, da ihre Zeit hier um war. Auch die Deutsche Familie musste wegen eines Krankheitsfalls wieder zurück nach Deutschland, für ein paar Wochen. Das ist alles etwas bedrückend und schade aber im Moment bin ich sehr abgelenkt, da die Schule wieder los gegangen ist und ich mich für die Hochschulen und Unis bewerbe, was von hier aus manchmal echt kompliziert sein kann. Eine sehr gute Nachricht ist, dass meine Cousine mich im Mai für 16 Tage besuchen kommt. Wir werden mit Sicherheit  eine wunderschöne Zeit zusammen haben. Ich freue mich riesig mit ihr Urlaub zu machen, rum zu reisen und vor allem ihr mein Leben in Ruanda zu zeigen.

Das war es dann auch von mir. Ich wünsche euch alles Gute und schicke die liebsten Grüße. Ihr hört von mir und vielen Dank fürs lesen.

Eure Chantal Smile

 

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